Montag, 23. November 2009

Keine Panik

Nein, das hier ist nicht bei mir passiert, trotzdem Danke für die besorgten Nachfragen. Der türkische Laden in dem sich diese Geschichte zugetragen hat befindet sich zwar hier in der Gegend und hat einen ähnlichen Namen wie der in meiner Nachbarschaft gegen den ich vor Gericht gezogen bin, es ist aber nicht der Selbe.

Da wir beim Thema sind: die Staatsanwaltschaft des Amtsgerichtes Hannover ist noch überlasteter als ich dachte und hat den Vorgang gerade erst von der Polizei übernommen, daher wird es vermutlich erst nächstes Jahr zu einer Verhandlung kommen. Die Mühlen der Justiz mahlen halt langsam ...

Bitte woanders weiterlesen XXIV

Socialbar Hannover: Donnerstag ist es soweit

HAZ: Prozess um Altlasten auf dem De Haën-Platz beginnt

SPON: Leibniz Universität nimmt Doktortitel zurück

Mahlzeit Hannover: Echte Körper, schlampig präsentiert

Neue Presse: Neue Namen für 200 Haltestellen

Jati IV: Zensursula kann zaubern

Sonntag, 22. November 2009

Der Herzog von Cambridsche

Dises Wochenende habe ich dazugelernt: ein bekannter Hannoveraner demonstrierte mir einen traditionellen hannoverschen Trinkspruch, den ich hier wiedergeben möchte:

Tschä pitsche, pitsche, pitsche
Der Herzog von Cambridsche
Hei kümmt, hei kümmt, hei kümmt
Ob hei wo'l noch ein' nümmt?
Hei nümmt noch einen - na denn man Prost!


Von wegen Hochdeutsch. Anhand dessen was mir erklärt wurde versuche ich mich an einer Übersetzung:

Applaus, Applaus (wörtlich: Klatsch, Klatsch)!
Applaus für den Herzog von Cambridge.
Er kommt, er kommt.
Ob er noch ein Glas trinkt?
Er trinkt noch eines - also Prost!

Was aber soll das bedeuten? Zunächst sollte man wissen, dass es sich beim "Herzog von Cambridsche" um Prinz Adolph Friedrich von Großbritannien, Irland und Hannover, den 1. Herzog von Cambridge handelt, der zwischen 1816 und 1837 hannoverscher Statthalter und Vizekönig des in London residierenden Königs war. In dieser Zeit erschien er auch regelmässig auf dem bereits damals stattfindenden hannoverschen Schützenfest. Als brave Untertanen warteten die Festbesucher immer darauf, dass zuerst ihr Vizekönig einen Schluck Bier nahm, bevor sie selber tranken. Da aber nicht alle einen Platz mit Sicht auf ihren Herrscher hatten wurden sie dabei von den Bruchmeistern angeleitet, und zwar mit den zu Beginn genannten Worten.

Tschä pitsche, pitsche, pitsche ...

Bild: Wikimedia

Samstag, 21. November 2009

Radioaktives Hannover II


Na das ist doch mal eine Meldung - die Radioaktivität in Hannover ist laut aktuellen Messungen höher als auf dem Bikini-Atoll, auf dem die Amerikaner in den 40er und 50er Jahren Atomwaffen getestet haben. Was die Leibniz-Universität nicht alles erforscht. Was aus der Geschichte nicht hervorgeht: ist die Strahlenbelastung auf Bikini mittlerweile so niedrig, oder treiben die Hinterlassenschaften der Firma De Haën die Werte in Hannover derartig in die Höhe?

Bild: Wikimedia

Freitag, 20. November 2009

Fritz Haarmann - ein eiskalter Mörder

Erinnert sich noch jemand an die dezente Ankündigung von vor drei Wochen?


Beim Einkauf gestern war es nicht zu übersehen: gleich am Eingang des Supermarktes unten in der Ernst-August-Galerie waren die Hannover-Adventskalender gestapelt. Einer davon landete direkt bei mir im Einkaufswagen. Dass auf ihm anders als angekündigt keine Enthauptung des Massenmörders Fritz Haarmann zu sehen ist ist zwar schade, mit Hinsicht auf die jugendliche Zielgruppe aber vielleicht auch besser. Stattdessen geht es um den Umgang der Menschen mit der "Kalender-Affäre".


Wie man der Welt entnehmen kann ist der Herr mit der Säge ein Künstler der Haarmann als Eisskulptur erschafft (vermutlich eine Anspielung des Kalenderzeichners auf sich selbst: genau wie die Eisskulptur ist der Kalender nach dem Winter verschwunden). Der zornige Mann mit dem Handflammenwerfer stellt die Kritiker dar, die die Haarmann-Abbildung am liebsten verschwinden lassen würden. Das Kamerateam vorne im Bild dürfte den Medienwirbel darstellen den die Geschichte hervorgerufen hat. Eine interessante Fortführung der bisherigen Motive. Man kann gespannt sein was nächstes Jahr kommt.

Donnerstag, 19. November 2009

Kannst Du nicht was zu den Studentendemos schreiben?


Ich liebe das ja. Irgendwelche mir völlig unbekannten Leute mailen mich an und fordern mich auf über irgendetwas zu bloggen was "absolut total wichtig" ist. In diesem Fall zu den Studentenprotesten in Hannover gegen die Bologna-Reform. Warum ich denn dieses Thema aussparen würde. Na gut. Grundsätzlich sympathisiere ich auch mit den Studenten, schließlich bekomme ich den Unsinn der gegenwärtigen Studiengänge in meinem Bekanntenkreis regelmässig mit. Und gewisse Erfolge hat der Protest auch bereits vorzuweisen, wenn man dem Kultusminister glauben will. Alles ist also gut? Schreibe ich jetzt Protestballaden? Nicht ganz. Wie ich schon vor einem Jahr zu den Schülerdemonstrationen gebloggt habe und wie es gestern ausführlicher auf Stern.de stand: diese Proteste sind auf eine Art und Weise unterwandert die mir ganz und gar nicht gefällt. Warum müssen sich immer irgendwelche Schreihälse mit roten Fahnen und roten Sternen in die erste Reihe drängen? Was ist daran noch überparteilich wenn versucht wird die Proteste für linke Spinner-Ideen zu instrumentalisieren? Nicht mehr viel. Das ist mir suspekt, solange die "normalen" Studenten diese Gestalten nicht loswerden. Und darum blogge ich eigentlich nicht darüber (ausser ausnahmsweise jetzt).

Zu früh


Zugegeben, ich bin Purist. Und als solcher bin ich jedes Jahr der Meinung, dass die Weihnachtsdekoration der Innenstadt zu früh beginnt. Schon seit einiger Zeit hängen jetzt die Lichterketten in der Fußgängerzone, jetzt, zwei Wochen vor dem ersten Advent, ist die illuminierte Weihnachtspyramide am Kröpcke dazugekommen. Hätte das nicht noch warten können?

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